BU Versicherung mit vereinfachter Risikoprüfung

Oder: Oft geht doch noch was…

Immer wieder erhalte ich  solche Anfragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Erstaunlich nur: Oft gelingt es mir selbst in problematischen Fällen, für den Kunden doch noch eine ganz normale BU Versicherung zu bekommen.
Allerdings ist ggfls. einiges mehr an Fleißarbeit vorab zu leisten. 

Heisst: Sie müssen mitarbeiten.
Zusätzlich
 zu den normalen Vorbereitungen vor einem Abschluss, die ich hier gern nochmals wiederhole:

  • – Wie wurden die Krankheiten vom Arzt bezeichnet, was steht exakt in Ihrer Krankenakte?
  • – Welche Diagnosen stehen in der persönlichen Arztakte?
    – Sind diese Diagnosen gesichert oder nur V.a.?  ( Verdacht auf )
  • – Was wurde ggfls. vom Arzt bei der Krankenkasse abgerechnet?
  • – Seit wann genau besteht evtl. Beschwerde- oder Behandlungsfreiheit?
  • – Gibt es evtl. anders lautende Befunde anderer (Fach-) Ärzte?

Diese Punkte (und einige mehr) müssen vorab sauber auf- und vorbereitet werden, um im Rahmen einer sog. Risikovoranfrage bei den Gesellschaften geprüft zu werden.
Im Idealfall nimmt der Versicherer den Antrag doch noch ganz normal an. Unter Umständen verlangt er einen Risikozuschlag oder möchte einen Leistungsausschluss vereinbaren. Immerhin Optionen, die wir dann aber ausführlich besprechen, um gemeinsam das pro und contra abzuwägen.

Glatte Ablehnungen sind relativ selten – hier bieten sich im Wesentlichen nur zwei Optionen:

Versicherung der BU
über betriebliche Altersversorgung im Rahmen eines Gruppenvertrages

Auch wenn ich generell der Ansicht bin, dass ein BU Vertrag in der betr. AV nichts verloren hat: Im geschilderten Fall kann es u.U. eine sinnvolle Option sein. Wenn Ihr Arbeitgeber so etwas anbietet und in einem solchen Vertrag viele Mitarbeiter eingeschlossen sollen, verzichten einige Versicherungsgsellschaften auf eine strenge, normale Risikoprüfung: 

Gesundheitsfragen werden nur verkürzt gestellt oder sogar ganz durch eine sogenannte Dienstobliegenheitserklärungersetzt. Hier bestätigt z.B. der Arbeitgeber, daß die zu versichernde Person die letzten zwei Jahre nicht mehr als drei/vier Wochen ununterbrochen krank geschrieben war und nicht an bestimmten Krankheiten (z.B. Krebs, Herzkrankheiten, MS o.ä.) leidet. Klingt einfach und lösbar!

Aber Achtung: Weniger oder verkürzte Gesundheitsfragen bedeuten nicht, dass man da leichtsinnig über die Fragen hinweg huschen darf!

Oft steckt der Teufel im Detail – man sollte also sehr genau prüfen (lassen), wie die einzelnen Fragen formuliert sind und wie sie zu beantworten sind!

Oft gibt es die Möglichkeit eines Gruppenvertrages auch ganz normal als privater BU Vertrag. Voraussetzung ist dabei Zugehörigkeit zu bestimmten Berufsgruppen (Techniker, Ärzte, Akademische Leitung o.ä.) Um zu erfahren, ob das für Sie der Fall ist, hilft nur: Nachfragen bei Spezialisten!

BU Versicherung
im Rahmen sog. Sonderaktionen mit verkürzter Risikoprüfung

Selbst wenn die Möglichkeit der bAV nicht besteht (weil z.B. der AG keine  entsprechende Gruppenvereinbarung mit einem Versicherer hat – das geht leider meist erst ab einer gewissen Firmengröße) oder weil man diese Möglichkeit auf keinen Fall nutzen möchte, ist dennoch nicht alle Hoffnung auf einen soliden BU Vertrag verloren:

Immer wieder bieten nämlich  Versicherungsgesellschaften Aktionen an, um BU Schutz mit vereinfachter Gesundheitsprüfung zu erhalten. Oft sind diese Aktionen zeitlich befristet – der Höhe nach limitiert  – oder nur für bestimmte Berufsgruppen zugelassen.

Hinzu kommen manchmal Begrenzungen bzgl. versicherbare Summen, Dynamik, Berufsgruppen  oder Laufzeiten.

Dennoch haben wir über diesen Weg schon vielen Kunden zur passenden Absicherung verhelfen können.
Aber auch hier gilt wieder: Sorgfältige Prüfung der Gesundheitsangaben sind elementar! Evtl. muss man hier auch Aktionen von zwei oder mehr Gesellschaften kombinieren, um auf entsprechend gewünschte Absicherungshöhen zu kommen.

Derartige Aktionen sind meiner Ansicht nach absolut nichts für Do It Yourself –gerade wenn mehrere Aktionen kombiniert werden sollen. Da gilt es, einige Spielregeln zu kennen und zu beachten.

Aber nicht in Problemfällen kann eine solche BU – Aktion eine gute Lösung sein:
Immer bleibt – auch bei sorgfältigster Beantwortung aller Gesundheitsfragen – ein minimales Restrisiko, dass man doch irgendetwas übersehen hat, was einem dann im Ernstfall schmerzhaft auf die Füße fällt – oder platt formuliert:
Je weniger Fragen ein Versicherer stellt, je kürzer der abgefragte Zeitraum ist, desto geringer die Gefahr, hier versehentlich ins berühmte Fettnäpfchen zu treten – solche Aktionen mit verkürzten Fragen und Zeiträumen bringen u.U. erhöhte Rechtssicherheit.
Zudem werden in vielen Aktionen auch keine Fragen nach besonderen Hobbies gestellt: So mancher Fallschirmspringer, Taucher  oder Moto-Cross Fahrer hat sich schon drüber gefreut, dass wir so erhebliche Risikozuschläge vermeiden konnten.

Sie sehen: Es lohnt sich also durchaus, sich mit diesem Thema zu befassen, wenn Sie auf der Suche nach einer passenden BU Versicherung sind.

Hier ist der Markt aber ständig in Bewegung: Neue Aktionen kommen dazu, alte Aktionen werden eingestellt. Daher sollten Sie hier öfter einmal vorbei schauen – oder Sie tragen sich einfach unten meinen speziellen Newsletter ein.

Man hätte gerne eine BU Versicherung, bekommt aber keine!

Kein Fall ist wie der Andere und wie es im Versicherungsdeutsch so schön heisst: „Ein brennendes Haus kann man nicht mehr gegen Feuer versichern!“ Es gibt Krankheitsbilder, die eine BU Versicherung schlichtweg unmöglich machen. In diesem Fall, sage ich Ihnen das zu Beginn einer Beratung auch klar und deutlich.

Zunächst gilt es, zu prüfen ob eventuell bei bisherigen (Do it Yourself)? – Versuchen Fehler gemacht wurden, die den angefragten Versicherer zu falschen Entscheidungen gebracht haben. Passiert häufiger, als man denkt.

Dann ist zu klären, ob durch Versuche in der Vergangenheit bereits Spuren hinterlassen wurden – z.B. in der HIS (Hinweis & Infosystem der deutschen Versicherungswirtschaft).

Dann ist immer erstmal zu prüfen (im Rahmen einer sog. Risikovoranfrage), ob nicht doch ein Versicherungsvertrag zu ganz normalen Bedingungen zu bekommen ist. Auch das geschieht häufiger, als man annimmt.

Man kann immer noch versuchen, im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge oder über Aktionen mit vereinfachter Gesundheitsprüfung fündig zu werden.

Der Fairness halber sei aber auch gesagt:

Es gibt keinerlei Erfolgsgarantie und ich bearbeite auch ausschließlich solche Fälle, bei denen zu Beratungsbeginn alle Unterlagen & Fragebögen komplett eingereicht werden.

Die oben zitierte Option, Krankheiten zu verschweigen, ist definitiv keine Lösung!

Einfach formuliert: Dem Versicherer stehen die Beiträge zu, auch wenn er im Ernstsfall nicht zahlen muss, weil Sie falsche Angaben gemacht haben. Kein gutes Geschäft – zumindest nicht für den Versicherten!