Drohne und Versicherungsschutz

Immer beliebter, immer preiswerter und ständig neue Möglichkeiten für den Einsatz: Die Rede ist von Drohnen, diesen kleinen, ferngesteuerten Flugmaschinen. Es gibt sie mittlerweile in allen Preislagen – angefangen von der Spielzeugdrohne bis zum High-Tech Gerät für mehrere Tausend Euro. Ausgestattet mit allen möglichen Sensoren (z.B. für die Analyse von Gebäudeisolierungen) oder Kameras für die Videoerstellung (z.B. bei Sportveranstaltungen)  ergeben sich ständig neue Anwendungsmöglichkeiten und natürlich kann man mit so einem Teil jede Menge Spass haben und z.B. tolle Fotos und Selfies machen.

Dabei sollte man allerdings eines nicht vergessen:
Entgegen einer oft gehörten Aussage sind solche Fluggeräte NICHT IMMER in der privaten Haftpflichtversicherung des Benutzers versichert! Bis zum Jahre 2005  gab es dafür eine spezielle Ausnahmeregelung in der Luftverkehrs-Zulassungsordnung (LuftVZO). Danach bestand für  Flugmodelle bis fünf Kilogramm ohne Verbrennungsmotor keine Versicherungspflicht. Diese privat genutzten Flugmodelle waren in der Privathaftpflicht (PHV) mitversichert. Heute bietet kaum noch eine PHV Versicherungsschutz für Drohnen – hier sollten Besitzer eines solchen Teiles unbedingt in Ihren Vertragsbedingungen (das Kleingedruckte!) nachschauen und das ggfls. von einem Fachmann prüfen lassen.

Wie kann ich mich denn nun gegen Schäden, die durch meine Drohne verursacht werden, absichern?
Zunächst einmal vorweg: Die Absicherung gegen Schäden, verursacht durch eine Drohne ist eine Pflicht! Seit 2005 gilt eine Versicherungspflicht für alle Drohnen – dabei spielt es keine Rolle, ob das Teil rein privat oder auch gewerblich genutzt wird. Man haftet bei solchen Schäden übrigens nicht nur, wenn man schuldhaft gehandelt hat (also nachweislich einen Fehler gemacht hat, der zu einem Schaden am Eigentum oder der Gesundheit eines anderen geführt hat). Es gilt statt dessen die sog. Gefährdungshaftung  – der Halter der Drohne haftet somit ohne Frage nach dem persönlichen Verschulden.
Es gibt nur noch ganz wenige Versicherer, die dieses Risiko in einer PHV mit absichern. Auf der sicheren Seite ist man hier nur mit einer sog. Luftfahrt-Haftpflichtversicherung – bieten allerdings nur wenige Versicherer an.

Zuletzt noch ein weiterer Hinweis:
Man darf mit seiner Drohne nicht einfach überall fliegen! Das Fliegen über sensiblen Bereichen wie Naturschutzgebieten, Krankenhäusern oder Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften sowie in den Kontrollzonen von Flugplätzen ist streng verboten. Hier drohen empfindliche Strafen! Generell gilt: Die maximal erlaubte Flughöhe beträgt 100 Meter. Für Drohnen mit mehr als zwei Kilogramm Gewicht muss man einen entsprechenden Kenntnisnachweis erbringen.

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